Trainerinterview: Virtueller Englischunterricht mit Dan Bernauer

Dan Bernauer

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Aufgrund der Covid-19-Pandemie musste unser Training-Team reguläre Englischkurse innerhalb von wenigen Tagen online bringen. Dan Bernauer und andere Trainer haben die Herausforderung angenommen und die virtuellen Kurse erfreuen sich großer Beliebtheit. In diesem Interview erklärt Dan, wie er seine Lehrmethoden für den virtuellen Unterricht angepasst hat.

Wie lief die Umstellung auf virtuelle Kurse für dich ab?

Die Umstellung war relativ unproblematisch. Es hat Spaß gemacht, meine Lehrmethoden dem digitalen Zeitalter anzupassen. In den meisten Fällen war es nicht schwer, den Englischunterricht online zu planen, denn das Internet bietet viele englischsprachige Ressourcen. Da ich den Unterricht jetzt von zu Hause leiten kann, spare ich mir außerdem die Anreise und kann die Zeit stattdessen in die Planung investieren.

Wie unterscheidet sich das Onlinetraining vom Unterricht vor Ort?

Ich kann viel flexibler sein und finde es leichter, auf die Wünsche der Teilnehmer einzugehen.

Wenn wir im Unterricht tiefer in ein Thema eintauchen wollen, kann ich spontan die Vokabeln zum Onlinelernmaterial hinzufügen, während die Teilnehmer Internetrecherche zum Thema betreiben. Sie können ihre Erkenntnisse dann später in der Gruppe präsentieren.

Mit dieser einfachen Aufgabe werden Leseverständnis und Präsentieren geübt und die Motivation ist hoch, da die Teilnehmer den Unterricht mitsteuern.

Was sind die Vorteile von Onlinekursen?

Der größte Vorteil ist, dass die Teilnehmer während des Unterrichts einen individuellen Zugang zum Internet haben. Dadurch können sie ihr Lernerlebnis aktiv mitgestalten. Sie können Videos, Artikel und Bilder teilen und Onlinewörterbücher offen halten, sodass der Unterricht trotz der physischen Distanz interaktiv ist.

Die vielen großartigen Möglichkeiten, die es online gibt, machen es leichter, die Teilnehmer in ihrem eigenen Lernen zu fördern anstatt alles vorzugeben. Das virtuelle Klassenzimmer kann so zu einem freien und kreativen Raum werden.

Was sind die Herausforderungen?

Vor allem am Anfang gibt es manchmal technische Probleme zu klären. Man sollte die passende Plattform wählen und sich rechtzeitig vergewissern, dass alle einen Zugang haben. Natürlich hat sich der Umgang mit Onlinetools mittlerweile im Alltag etabliert und die Probleme werden seltener.

Onlineunterricht funktioniert auch besser in kleineren Gruppen. Da man nur eine begrenzte Anzahl der Teilnehmer gleichzeitig auf dem Bildschirm hat, kann es schwierig sein, individuell auf Leute einzugehen. Anwendungen wie Zoom erlauben es einem, die Teilnehmer in kleinere Gruppen zu teilen, doch grundsätzlich würde ich versuchen, die Teilnehmerzahl unter zwölf zu halten.

Welche Anwendungen und Ressourcen hast du bisher genutzt? Und wie war deine Erfahrung damit?

Wenn es rein ums Unterrichten geht, ist Zoom die beste Option. Die virtuelle Tafel und Break-Out Rooms sind sehr hilfreich. Leider gibt es bei Zoom Sicherheitsbedenken, weswegen man abwägen sollte, was die Bedürfnisse der Teilnehmer sind. MS Teams ist eine weitere solide Option, bei der die Kommunikation und das Teilen von Inhalten leicht gemacht werden.

Quizlet ist eine Anwendung mit der sich digitale Vokabellisten erstellen lassen und mit der die Teilnehmer auch nach dem Unterreicht weiterlernen können.

Wie war bisher die Resonanz der Teilnehmer? Welche Aspekte der virtuellen Kurse kommen besonders gut an?

Das Feedback ist sehr positiv. Die Teilnehmer finden es leicht, im Unterricht Onlineressourcen zu nutzen und über Screensharing zum Unterricht beizutragen. Wir haben auch vermehrt Übungen zum Hörverständnis gemacht, die sehr gut ankamen.

Ein positiver Nebeneffekt des Onlineunterrichts ist, dass jetzt alles komplett papierlos abläuft. Das Vokabellernen mit Quizlet finden die Teilnehmer auch oft besser als herkömmliche Vokabelhefte und Karteikarten.

Können Onlinekurse den Präsenzunterricht, deiner Meinung nach, ersetzen?

Ja, denn bisher haben schon zwei der Kurse entschieden, auch nach Aufhebung der Kontaktbeschränkungen online weiterzumachen. Sie finden den Onlineunterricht sehr praktisch und abwechslungsreich.

Was sind deine Tipps für das Arbeiten und Lernen zu Hause?

Es hängt natürlich sehr von der jeweiligen Situation ab und was möglich ist. Ich würde mich darauf konzentrieren einerseits einen festen Tagesablauf zu planen und diesen konsequent umzusetzen. Anderseits ist es wichtig den Arbeits- und Wohnbereich so gut wie möglich räumlich zu trennen.

Über Dan

Dan kommt aus Australien, hat aber auch die spanische Staatsbürgerschaft. Dieser Mix aus europäischen und australischen Wurzel war die Grundlage für seine Entwicklung zum Experten für interkulturelle Kommunikation.

Nach dem Philosophiestudium an der Universität von Sydney hat Dan Europa ausgiebig bereist. Er bringt diese vielfältigen kulturellen Erfahrungen und seinen offenen Kommunikationsstil in seine Kurse bei EnglishBusiness ein. Als Trainer hilft er Unternehmen, die Belegschaft durch Sprach- und Kommunikationstrainings zu internationalisieren.

Kunden von EnglishBusiness schätzen Dans Fähigkeiten, das Selbstbewusstsein der Teilnehmer zu fördern und mit informativen, vielfältigen Diskussionen ihre Sprachkompetenz auf unterhaltsame Weise zu stärken.

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