Gemeinschaft und Verbundenheit durch interkulturelles Verständnis stärken – ein Praxisbeispiel

Nach mehreren Jahren auf Abstand endlich wieder persönlicher Kontakt

Wieso ein Spiel für Inklusion und kulturübergreifendes Bewusstsein nach der Pandemie eine großartige Gelegenheit zum Teambuilding ist.

Was passiert eigentlich, wenn man 20 Personen in einem Raum zusammenbringt, die sich während der gesamten Pandemiezeit nicht persönlich getroffen haben?

Eine Antwort lautet: Man fördert die interkulturelle Kompetenz, aber auch das Gefühl von Nähe und persönlicher Entwicklung. Und genau das wollte der Visionär und Leiter der Abteilung Service Desk von Engel & Völkers, Tomas Dacke, seinem Team beim ersten Zusammentreffen Ende April in der Hamburger Unternehmenszentrale bieten. Etwa vier Wochen zuvor hatte die Stadt Hamburg die Corona-Regeln weitgehend entschärft und Menschen dürfen sich seitdem wieder ohne gesetzliche Beschränkungen treffen. Deshalb konnten Tomas und EnglishBusiness gemeinsam eine Simulation vorbereiten, die das Bedürfnis seines Teams nach Spaß und Kontakt perfekt erfüllte, aber in der sie gleichzeitig wichtige und wertvolle Dinge für ihre Arbeit lernen.

In den letzten rund zweieinhalb Jahren haben Unternehmen ihre Weiterbildungen und Workshops online abgehalten. Auch wenn man online viel lernen kann, haben die Mitarbeiter*innen doch den Zauber vermisst, der nur durch persönlichen Kontakt mit den Kolleg*innen entsteht. Für diese Simulation, bei der sich die Teilnehmer*innen zum allerersten Mal seit Beginn der Pandemie ohne Beschränkungen begegneten, durfte ich Teil des Trainerteams sein. Und was soll ich sagen? Es war ein RIESIGER Erfolg!

Das Service Desk Team von Engel & Völkers setzt sich aus Mitarbeiter*innen aus der ganzen Welt zusammen und hatte sich für eine interaktive interkulturelle Simulation an EnglishBusiness gewandt. Dabei erleben alle auf spielerische Weise, wie es sich anfühlt, Opfer eines kulturellen Missverständnisses zu werden, spüren aber auch die Erleichterung, wenn man einander versteht. Mit „Kultur“ ist hier übrigens nicht die „Nationalität“ gemeint, sondern vielmehr „die Art, wie wir Dinge hier tun“. „Hier“ kann dabei alles sein: die Stadt, das Unternehmen oder der Ruderverein.

Zunächst fühlte es sich seltsam und fast schon falsch an, dass alle so nah beieinander waren, nachdem dies zwei Jahre lang nicht möglich gewesen war. Aber dies änderte sich bereits nach fünf Minuten und alle konnten sich entspannen, Spaß haben und etwas Neues erleben. Gleichzeitig lernten sie etwas, das auf allen Kommunikationsebenen wichtig ist, egal ob im Büro oder im Urlaub.

Wie sah das in der Praxis aus?

Wir haben alle Teilnehmer*innen in zwei Gruppen aufgeteilt und daraus dann zwei völlig verschiedene Fantasiekulturen geschaffen, die jeweils eine eigene Sprache, Gestik, Mimik und eigene Regeln hatten. Ja, genau: Zehn Personen haben eine Kultur kennengelernt und umgesetzt, während die anderen zehn sich mit einer ganz anderen Kultur vertraut machten – und das alles innerhalb einer Stunde!

Anschließend durften die verschiedenen Kulturen miteinander interagieren, aber immer nur kurz. Die Reaktionen der Teilnehmer*innen? Neugier, Faszination, Zögern, Frust, Gelächter: Es gab alle möglichen Reaktionen. Nach diesen Interaktionen brachten wir die gesamte Gruppe wieder zusammen und besprachen, was passiert war. Dazu sahen wir uns die Videos der „interkulturellen“ Interaktionen an, die Lisa, die leitende Trainerin, und ich während der Simulation gedreht hatten. Die Teilnehmer*innen aus der einen Kultur konnten dann der anderen Gruppe ihre „Lebensweise“ genauer erläutern und umgekehrt.

Was war das Ergebnis?

Der sogenannte „Aha-Effekt“. Alle wollten mehr über die jeweils andere Kultur erfahren und verstehen, warum sich die andere Gruppe in der Simulation so verhalten hatte. Alle drei Trainer*innen, Lisa, Shaun und ich, sprachen dann darüber, welche Gefühle der Versuch, mit einer anderen Kultur zu interagieren, ausgelöst hatte. Die Teilnehmer*innen erkannten schnell, wie kulturelle Unterschiede und interkulturelle Interaktionen zu verschiedenen Gefühlen und Emotionen führen können. Außerdem lernten sie, wie sie die kulturellen Unterschiede im eigenen Team nutzen und in ihre Arbeit einbringen können. All das in nur vier Stunden.

Warum ist das wichtig?

Dieses Spiel ist eine wichtige Metapher dafür, wie schnell aus Neugier und Interesse Toleranz und Verständnis werden kann, auch wenn Potenzial für Diskriminierung, Vorurteile und Ausgrenzung besteht. Das kann schon zwischen einzelnen Abteilungen in einem Unternehmen vorkommen, nicht nur bei Kulturen in unterschiedlichen Ländern. Wenn mehr Menschen erkennen, wie aus Unterschieden etwas Schönes und Produktives entsteht, können auch multinationale Unternehmen wie Engel & Völkers solche Unterschiede nutzen, um den besten Lösungsansatz für alle möglichen Herausforderungen zu finden, mit denen sie konfrontiert sind.

Was sagen die Teilnehmer*innen?

“This exercise was a great fit for us since we have discovered 11 different cultural backgrounds in my department alone, and in turn we are supporting an organization spread over 35 countries. Not only did this open our eyes in regards to how we handle our customers but it also served as a perfect event to quickly improve our collaboration after 2 years of pandemic related home office!”

Tomas Dacke

Und das Tüpfelchen auf dem i?

Wir alle konnten gemeinsam in einem großen Raum sein und die letzten zwei Pandemiejahre einfach vergessen. Vielen Dank für deinen Mut, uns alle zusammenzubringen, Tomas! Was mich betrifft, würde ich dieses Erlebnis gern bald wiederholen. Mehr Spiele!

Sie möchten mehr über interkulturelle Simulationen und andere Teambuilding-Formate erfahren? Dann rufen Sie uns einfach an oder schreiben Sie uns eine E-Mail – gern besprechen wir unterschiedliche Optionen mit Ihnen!

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